Startseite2022-02-04T15:31:25+01:00
Thomas Borgmann

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Willkommen auf meiner neuen Webseite!

1609, 2022

WM in Pratoni: Michael Jung setzt sich mit 18,8 Punkten an die Spitze!

16. September 2022|Aktuelles|

Nach den alles in allem doch enttäuschenden Ritten von Sandra Auffarth mit Viamant du Matz und Christoph Wahler mit seinem Carjatan hat der zweite Dressurtag bei der 15. WM der Buschreiter mit der erwartet guten Vorstellung von Olympiasiegerin Julia Krajewski begonnen: Sehr gute 26,0 Punkte. Alina Dibowski, die Jüngste bei dieser WM, bekam gute 30,6 Punkte. Michael Jung und FischerChipmunk glänzten – liegen mit 18,8 Punkten an der Spitze. Bravo! 

Zur Überraschung ihrer vielen Fans startete Julia Krajewski heute in einer Uniform der Bundeswehr. Ihre Erklärung: „Ich absolviere gerade eine Reserveübung, trage die Uniform einer Hauptgefreiten. Ich habe bei der Bundeswehr in Warendorf angefragt, ob ich in diese Uniform antreten darf – dem wurde zugestimmt. Bei Olympia in Tokio durfte ich das nicht, weil bei Olympischen Spielen – anders als früher – das Tragen einer Uniform nicht zulässig ist.“

Zu ihrem Ritt, den die drei Richter mit 71,67 Punkten, 73,89 Punkten und […]

1509, 2022

WM in Pratoni: Fehlstart fĂĽr Carjatan und Viamant du Matz

15. September 2022|Aktuelles|

Es ist wie verhext. Das italienische Pratoni del Vivaro, Zentrum der Vielseitigkeit des Landes, ist offenkundig kein gutes Geläuf für unsere deutschen Buschreiter. Mit für ihn nur mäßigen 32,8 Punkten ist Christoph Wahler mit seinem 13-jährigen Holsteiner Carjatan in diese 15. WM gestartet. Auch Sandra Auffarth, die zweite Reiterin im Team, hatte einige Mühe: 31,3 Punkte. Peter Thomsen sagt:“Wir schauen nach vorn!“ 

„Es ist schon enttäuschend, denn mein Pferd kann Mitte der zwanziger Punkte gehen“, sagte Wahler in seiner ersten Stellungnahme. Sein Carjatan habe im Trab plötzlich gescheut – dann aber zur Konzentration zurückgefunden und die Aufgabe gut zu Ende gebracht. Bundestrainer Peter Thomsen machte Wahler ein großes Kompliment: „Hätte, hätte Fahrradkette! Ich finde es toll, wie Christoph diese kritische Situation gemeistert hat. Am Ende der beiden Dressurtage werden wir sehen, was sein Ritt wert war und wo wir dann stehen. Diese WM, da bin ich mir sicher, wird am Samstag […]

1409, 2022

WM in Pratoni: Triumpf 2014 in Caen – Klimkes Pech 2018 in Tryon

14. September 2022|Aktuelles|

Während ganz aktuell aus Pratoni del Vivaro die Nachricht kommt, alle deutschen VS-Pferde hätten die Verfassung anstandslos absolviert, will ich meine Blogs zur Geschichte der Weltmeisterschaften abschließen mit dem Doppelgold für Sandra Auffarth und Michael Jung sowie dem Team in Caen 2014. Sodann der letzte kurze Blick auf die WM von 2018 in Tryon und/oder Mill Spring im US-Bundesstaat North Carolina, wo Ingrid Klimke auf Hale Bob im Springen den WM-Titel verpasste.

Zunächst in die Normandie, dem Hochzuchtgebiet der französischen Pferdezucht, namentlich der Vollblüter – ein Zentrum des Galoppsports. Leider zeigten sich die Franzosen mit der Organisation überfordert, die angebotene Hilfe, etwa aus Deutschland, hatten sie eitel abgelehnt. Mit dem Andrang der Zuschauer aus dem Ausland waren sie überfordert. Ein Beispiel: Zur Marathonfahrt der Viererzüge mussten sie das Areal sperren, Besucher sogar abweisen – das hat es in der Geschichte der Weltreiterspiele so nur in Caen gegeben.

Die deutschen Buschreiter focht das […]

1409, 2022

WM in Pratoni: 2006 Teamgold in Aachen – 2010 der Titel fĂĽr Michael Jung

14. September 2022|Aktuelles|

Die Weltreiterspiele von Aachen im Jahr 2006 gelten als die einzigen, deren ökonomische Bilanz mit schwarzen Zahlen endete. Glanzvolle Tage, an denen die deutschen Buschreiter über sich hinauswuchsen: der erste WM-Titel für ein deutsches Quartett! Vier Jahre später bei der zweiten WM nach 1978 in Lexington glänzte der Schwabe Michael Jung auf dem Württemberger Wallach Sam – der Beginn seiner Weltkarriere.

Wo anfangen und wo aufhören? Die Reiterspiele in der Soers waren das Nonplusultra. Mehr als 350 000 Besucher kamen, das Fernsehen berichtete quasi rund um die Uhr. Die Medien hatten fast zwei Wochen lang den Sport mit den Pferden im Fokus. Es war, historisch betrachtet, gewiss der Höhepunkt aller Weltreiterspiele. Unter dem Jubel ihrer Fans, getragen von einer Woge des Wohlwollens und der hohen Erartungen, holten Frank Ostholt auf Air Jordan, Hinrich Romeike auf Marius, Bettina Hoy auf Ringwood Cocatoo und Ingrid Klimke auf Sleep Late den ersten WM-Titel für […]

1309, 2022

WM in Pratoni: 2002 in Jerez kein deutscher Reiter im Ziel

13. September 2022|Aktuelles|

Finstere Jahre fĂĽr die deutschen Militaryreiter: 1998 in Pratoni ein Debakel, 2002 im spanischen Jerez de la Frontera eine Katastrophe: Kein deutscher Reiter erreicht das Ziel! Sogleich der Trost vorweg: 2006 in der Aachener Soers holt die Equipe der Gastgeber WM-Gold! Die Krise unserer Buschreiter war ĂĽberwunden.

Im glutheißen Adalusien organisierten die passionierten Spanier eine wunderschöne WM. Auf dem Dressurviereck glänzte Nadine Capellmann mit ihrem Fuchs Farbenfroh als neue Titelträgerin nach Grand Prix, Special und Kür. Ulla Salzgeber auf Rusty holte den Titel in der Kür. Die Springreiter brachten nicht viel zuwege, die Militaryreiter rein gar nichts. Traurig aber wahr. Die Daten des Geländetages: Erste Wegestrecke 4400 Meter, Rennbahn über 3105 Meter, Bestzeit 4.30 Minuten. Wegestrecke zwei 6000 Meter, Querfeldeinstrecke über 6480 Meter mit 30 Hindernissen und 45 Sprüngen, Richtzeit 11.30 Minuten.

Im FN-Buch „Weltreiterspiele Jerez 2002“ lesen wir: „Die Hoffnungen des Parcourschefs Michael Tucker gingen am Geländetag nicht in Erfüllung, und […]

1309, 2022

WM in Pratoni: Bronze in Den Haag 1994 – Desaster in Pratoni 1998

13. September 2022|Aktuelles|

Der Stadtpark der niederländischen Hauptstadt erlebte 1994 die achte WM in der Military. Das deutsche Team – übrigens mit Peter Thomsen, dem neuen Bundestrainer – holte Bronze. Vier Jahre später, 1998, traf sich die Weltelite in Rom, die Military fand in Pratoni del Vivaro statt: „Unsere“ Equipe schied sang- und klanglos aus – ein Debakel.

Die zweiten Weltreiterspiele, ausgerichtet in Den Haag, sahen viele deutsche Sieger: Franke Sloothaak wurde Titelräger im Springreiten, ebenso das Team mit Sloothaak, von Rönne, Hafemeister und Ludger Beerbaum. Auf dem Dressurveireck glänzten Nicole Uphoff mit Grand Gilbert in der Kür, Isabell Werth mit Gigolo im Grand Prix Spezial. Dazu gab’s auch Gold im Team für Werth, Uphoff, Balkenhol und Rehbein. Michael Freund gewann den Gespanntitel. Um nur dies anzusprechen.

In der Military siegte der Brite Vaughan Jefferis auf Bounce vor Dorothy Trapp aus den USA auf Molokai und der Britin Karen Dixon auf Get Smart. Bettina Overesch […]

1209, 2022

WM in Pratoni: 1990 beginnt in Stockholm eine neue Ă„ra

12. September 2022|Aktuelles|

Im Olympiastadion von Stockholm, wo HG Winkler auf Halla 1956 mit seinem legendären Ritt die Goldmedaille für sich und für sein Team gerettet hatte, fanden im Sommer 1990 die ersten Weltreiterspiele statt – alle olympischen Disziplinen trugen binnen zwei Wochen ihre Weltmeisterschaften aus, dazu das Fahren und das Distanzreiten. Zum Geländeritt in der Military strömten 100 000 Zuschauer in den Stadtpark der schwedischen Hauptstadt.

Von der selbstkritischen Debatte ein Jahrzehnt zuvor war so gut wie nichts übrig geblieben. Die rein technischen Daten des Geländeritts bei dieser siebten WM zeigen uns dies: Erste Wegestrecke über 6600 Meter, Bestzeit 30 Minuten. Sodann die Rennbahn über 3105 Meter, Bestzeit 4.30 Minuten. Zweite Wegestrecke über 11 000 Meter, Bestzeit 50 Minuten. Schließlich die Querfeldeinstrecke über 7580 Meter mit 32 Hindernissen, Bestzeit 13.10 Minuten. Alles in allem: mehr als 27 Kilometer!

Im offiziellen Olympiabuch des DOKR von 1992 hieß es in der Rückschau auf Stockholm: „Besonders auffallend […]

1209, 2022

WM in Pratoni: Kritische Töne und die Premiere in der Heide

12. September 2022|Aktuelles|

Ende der siebziger Jahre schlägt der US-Trainer Jack Le Goff selbstkritische Töne an: Angesichts schlechter Bilder und toter Pferde auf den Geländestrecken müsse sich die Military endlich wandeln, die Anforderungen reduzieren. Sein Ruf geht leider ins Leere. 1982 gibt’s in Luhmühlen, mitten in der Lüneburger Heide, die erste WM auf deutschem Geläuf – und wieder Medaillen für die Gastgeber.

Wer dieses Buch besitzt, der kann sich glücklich schätzen, wer es im Antiquariatshandel ergattert, ebenfalls. Ich meine das 1980 in der Edition Haberbeck erschienene „Das Militarypferd“ von Horst Karsten. Dort lesen wir auf Seite 61: „Jack Le Goff plädiert für den Wegfall der Wegestrecken, eine mehrstündige Pause zwischen Rennbahn und Querfeldeinstrecke und eine Aufwertung des Springens. Der Charakter der Military würde damit völlig verändert. Der Test der Ausdauer, der ja ein wesentliches Kriterium einer Military ist und mit dem dieser Sport überhaupt erst begonnen hat, würde weitgehend entfallen. Die Geländeprüfung wäre im […]

Historisches

BĂĽcher

In erster Linie war ich kommunalpolitischer Redakteur bei der Stuttgarter Zeitung, in zweiter Linie Fachjournalist.

Michael Jung. Vielseitig zum Doppelgold.

Michael Jung: Vielseitig zum Doppelgold

Nach dem großartigen Olympiasieg von Michael Jung auf seinem Sam 2012 in London entsteht in kurzer Zeit dieses Buch über Michael Jung, seinen Weg von den Anfängen bis zum Weltstar seines Sports.

Mehr erfahren
Nach oben